Die ökologische Transformation eines Klassikers

Jeans und Denim

Ein Kleiderschrank ohne Jeans ist kaum vorstellbar. Der ewig junge, meist blaue Stoff ist sicher das beliebteste Kleidungsstück weltweit. Rund acht Jeans hat jeder Deutsche im Durchschnitt im Schrank und weltweit betrachtet werden jährlich weit mehr als eine Milliarde Jeans-Hosen produziert.

Ursprünglich waren die Hauptträger von Denim-Jeans die Goldgräber im Westen Amerikas in der Mitte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, denn der solide Stoff eignete sich ideal für die physisch anspruchsvolle Arbeit. Die Verwendung als Arbeitskleidung sorgte dafür, dass Denim lange Zeit als Kleidung für untere Schichten galt.

Zum Imagewechsel des Klassikers trug maßgeblich die Filmindustrie in den USA bei. Authentische und robuste Cowboys, die Levi's-Jeans tragen, wurden zum Mythos. Jeans wurden zum Synonym für ein Leben in Unabhängigkeit und Individualismus. Rebellische Motorradfahrer in Jeans, T-Shirts und Lederjacken reicherten das Jeans- Image in den 50er Jahren noch mit Rebellion und Gefahr an.

Denim war cool und gefragt. Die globale Erfolgsgeschichte war nicht mehr aufzuhalten. Jeans und deren Designs leben vom „used look“ und wurden seitdem immer facettenreicher. Die Möglichkeiten der Individualisierung und sich ständig ändernde modische Finishes durch Bleichen, Used-Look oder intensive Waschungen sind scheinbar grenzenlos.

Doch der Erfolg von Denim hat seinen Preis. Die Herstellung von Jeansstoff und die ressourcenintensive Behandlung der Roh-Jeans hat immense Umweltauswirkungen. Der hohe Wasser- und Energieverbrauch sowie die in konventionellen Verfahren eingesetzten Chemikalien, die zu verunreinigten Abwässern führen, belasten Mensch und Umwelt.

Seit Jahren ist klar, dass Bemühungen um eine nachhaltigere Herstellung von Jeans dringend erforderlich sind und hier immenses Optimierungspotenzial für Umwelt und Menschen vorhanden ist. Erfreulicherweise findet sowohl bei den Käufern als auch den Modemarken und deren Lieferanten aktuell ein Umdenken statt. Die Transformation der Denim Industrie ist heute in vollem Gange und führende Fashion-Unternehmen, Hersteller, Zulieferer und Organisationen der Denim-Branche arbeiten in ihren Nachhaltigkeitsbemühungen Hand in Hand. Die CHT Gruppe trägt im Bereich der Jeansveredelung mit vielen innovativen Produkt- und Prozesslösungen zum positiven Wandel bei und leistet einen großen Beitrag zu ressourcensparenden und umweltverträglichen Herstellungsprozessen. Insbesondere in den Produktionsländern mit Massenproduktion.

Mit ihrem organIQ EMS Jeans stellt die CHT Gruppe der Denim-Industrie heute einen smarten und flexiblen Baukasten an ökologischen und perfekt abgestimmten Hilfsmitteln zur Verfügung. Die Innovationen der Jeans- und Garment Experten wirken wasser- und energiesparend, substituieren schädliche Substanzen und sorgen für sichere Herstellungs- und Veredelungsprozesse.

Unsere spezialisierten Hilfsmittel für die Jeans- und Garmentwäscherei steigern die Qualität, verleihen Jeans und Garments optimale Eigenschaften und sorgen für immer neue und facettenreiche Looks. Unsere Textilhilfsmittel erhöhen darüber hinaus die Lebensdauer von Denims und sorgen auch dafür, dass diese seltener gewaschen werden müssen und sich der ökologische Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus verbessert.

CHT smart chemistry for Jeans & Garments

organIQ EMS Jeans
Ökologisches modulares System für modernste Jeans-Veredelung mit hochleistungsfähigen und schonenden Alternativen zu Steinen, Kaliumpermanganat oder Chlor. Nachhaltigkeit ohne Limits.

Technology Supporter Range
Produktsortiment, das speziell auf die modernsten Maschinentechnologien von Jeanswäschereien angepasst ist und eine effiziente Jeans-Behandlung auf höchstem ökologischem und ökonomischem Niveau ermöglicht.

Garment Protect Range
Smarte Hilfsmittel für Qualität und Schutz von Jeans und Garments, die positive Effekte auf Tragekomfort und Langlebigkeit der Textilien haben.

Modische Finishes und Spezialeffekte
Stylische, top-moderne Finishes und Looks mit kompletter Rezepturempfehlung.

Farbstoffe und Färbereihilfmittel
Leistungsstarke, nachhaltige Sortimente für Reaktiv-, Direkt- oder Pigmentfärbeverfahren. Unterstützen aktuelle Garment-Effekte und garantieren brillante und reproduzierbare Ergebnisse mit ausgezeichneten Echtheiten.

Funktionelle Ausrüstung
Produktsysteme für dauerhafte Frische- und Hygieneeffekte, zur Wasserabweisung oder zur Ausrüstung gegen mikrobielle Einflüsse.

Support
Produktauswahl mit Fokus auf alle gängigen Umwelt- und Branchen-Standards, Rezeptur- und Anwendungsberatung, kundenindividuelle Entwicklungen und Prozessoptimierung.

Führende Denim-Labels und Hersteller sowie namhafte Maschinehersteller setzen auf maßgeschneiderte, nachhaltige Hilfsmittel und Prozesslösungen der CHT.

Werden auch Sie unser Partner bei der ökologischen Transformation von Jeans & Garments.

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Jeans and Denim facts

  • Jeans sind aus Denim, einem reißfesten Baumwollstoff. Diesen haben bereits die Erfinder der Jeans Ende des 19. Jahrhunderts in New York verwendet, die Stoffhändler Levi Strauss und Schneider Jacob Davis. Doch der helle Stoff war zu empfindlich für den Alltag der Goldsucher, daher färbte man ihn mit Pflanzenfarbstoff aus den Blättern des Indigo-Strauchs. So entstand das typische blau.
  • Pflanzliche Indigo-Pigmente sind nicht wasserlöslich. Sie müssen vor dem Färben erst durch Hilfsmittel wie einem Salz (Hydrosulfit) in einen wasserlöslichen Farbstoff umgewandelt werden. Und der ist – weiß! Im Färbebad lagern sich die Pigmente dann auf den Fasern ab. Beim Trocknen reagiert das Indigoweiß mit dem Sauerstoff in der Luft, wird zu blauem Indigo und wiederum wasserunlöslich.
  • Haben Sie sich schonmal gefragt warum die Innenseite von Denim-Kleidungsstücken weiß ist? Das liegt daran, dass nur die Außenseite (Kette) mit Indigo gefärbt ist. Die Innenseite (Schuss) ist nicht gefärbt.
  • Obwohl die Italiener die ersten waren, die Denim herstellten, stammt das Material selbst aus der französischen Stadt Nimes. „De Nimes", was übersetzt "aus Nimes" bedeutet, gab dem Material seinen Namen.
  • Es wird angenommen, dass Denim bereits um 1500 in Genua, Italien, erfunden wurde. Der Stoff wurde damals für die italienische Marine hergestellt. Der Begriff "Jeans" stammt daher wohl von Wort "Genes" ab, der französischen Bezeichnung für die Stadt Genua.
  • Levi Strauss, der Erfinder der berühmten Marke Levi's, trug selbst nie ein Paar seiner eigenen Jeans. Er war ein wohlhabender Geschäftsmann und Jeans wurden in dieser Zeit für die ärmeren Leute gemacht.
  • Denim-Jeans wurden erst in den 1950er Jahren als "Jeans" bezeichnet - davor wurden sie eher als "Overalls" bezeichnet.
  • Die kleine Tasche innerhalb der größeren Tasche einer Jeanshose, war ursprünglich für eine damals übliche Taschenuhr gedacht.

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jeans-garment[at]cht.com