Nachbericht zur VDTF Herbstveranstaltung der Regionalgruppe Süd

CHT Nachbericht zur VDTF Herbstveranstaltung

Am 24. Oktober 2015 fand die VDTF Herbstveranstaltung der Regionalgruppe SÜD des VDTF e.V. in den Räumlichkeiten der CHT R. Beitlich GmbH in Tübingen statt. Die mit 70 Personen erfreulich hohe Teilnehmerzahl, spricht für die 4 ausgewählten Vortragsthemen und für die Auswahl des Vortragsorts.

Gestartet wurde die Veranstaltung mit Ehrungen verdienter Mitglieder und diversen Ankündigungen.

Herr Dr. Dieter Böttger, MDS Prozesstechnik, Moers startete die Vorträge mit dem Thema „Abluftreinigung und Energierückgewinnung“. Behördliche Änderungen und Umweltauflagen zwingen die Textilveredlungsbetriebe zu mehr und mehr reinigenden Abluftmaßnahmen. Speziell in Trocknungsprozessen, beispielhaft erläutert am Spannrahmen verschiedener Hersteller, ist diese Kombination der Abluftreinigung und gleichzeitiger Energierückgewinnung ein immer wieder kehrendes, herausforderndes Anwendungsgebiet. Die Umweltrelevanz gepaart mit der Kostenkompensation auf dem Prüfstand der europäischen wie auch asiatischen Praxis. . Dr. Böttger stellte den Teilnehmern ein Abluftreinigungssystem vor, das auf der UVC/Ozon-Technologie basiert, die sich für die gestellten Anforderungen in der Textilveredlungsindustrie besonders eignet.

Der zweite Referent Herr Andreas Bayer, Leiter Produktsicherheit der CHT R. Beitlich GmbH, stellte in zwei Vortragsteilen mit den Themen „Formaldehyd - Neuklassifizierung und Auswirkungen“ und „ZDHC Initiative - Die Erwartungen in der textilen Kette ändern sich“ praxisnah aktuelle Anforderungen an die Textilveredlung vor.

Im ersten Teil wurde erläutert, wie sich ab dem 1.1.2016 EU-weit die Gefahrstoffklassifizierung von Formaldehyd ändert. Es ergeben sich für diese Produkte unter anderem verschärfte Pflichten im Arbeitsschutz, bei der Lagerung sowie bei den Grenzwerten in der Abluft. Problematisch sind hierbei die Spannrahmenprozesse zu sehen. Vorschläge für das Einhalten der Grenzwerte wurden in einer gemeinsamen Initiative der TEGEWA und des TVI gegenüber den deutschen Behörden dargestellt. Der Bund/Länderausschuss AISV hat diese Vorschläge in Empfehlungen zur Beschlussfassung der neuen TA-Luft übernommen. Ein Beschluss wurde bisher jedoch noch nicht gefasst.

Die ZDHC Initiative (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) wurde von mehreren Markenherstellern 2011 als Reaktion auf die Greenpeace DETOX Kampagne gegründet. Wesentliches Element der Initiative sind hierbei die in der Greenpeace Kampagne benannten 11 chemischen Substanzgruppen sowie weitere von ZDHC identifizierten Stoffgruppen. Die ZDHC Initiative verbietet die absichtliche Verwendung dieser Substanzgruppen nicht nur im gesamten textilen Produktionsprozess, sondern alle chemischen Produkte, die in einem Unternehmen gehandhabt werden (vom Kraftstoff über Schmiermittel für Maschinen bis zu Reinigungsmitteln). Die ZDHC Initiative, der inzwischen 20 größere Markenhersteller angehören, hat sich hierbei zum Ziel gesetzt die Produktionsprozesse in der textilen Kette nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten. Dazu findet ein Austausch mit zahlreichen Interessengruppen statt.
Durch diese Aktivitäten sowie die Erstellung eines Auditprotokolls und Trainingsmodulen durch die ZDHC Initiative erwartet der Referent Herr Bayer eine nachhaltige Änderungen in der Textilen Kette und äußerte die Hoffnung, dass sich die ungeheure Vielzahl an textilen Anforderungen über Initiativen wie ZDHC vereinheitlichen lassen.

CHT Nachbericht zur VDTF Herbstveranstaltung

Im vierten Vortrag von Herrn Ralf Kattanek, Leiter des Geschäftsfelds Textil der CHT Gruppe, mit dem Titel „Fluorfreie Hydrophobierung mit zeroF®“, stand die Funktionalität und das Anforderungsprofil von wasserabweisenden Textilausrüstungen im Mittelpunkt.

Arbeitsschutzbekleidung stellt hohe Anforderungen an den Effekt der Wasser-, Öl-, Schmutz- und Chemikalienabweisung. Diese wurden bisher in der Regel mit Fluor-Verbindungen erreicht.
Bei vielen Anwendungsgebieten wie z.B. im Outdoor und Sportbereich ist eine Ölabweisung jedoch nicht unbedingt notwendig. Eine konsequente ökologische Alternative zu per- und polyfluorierten Ausrüstungsprodukten sind hier Produkte der CHT Marke zeroF®. Die geforderte sehr gute Wasserabweisung wird durch hervorragende Testergebnisse im Bundesmann und Spraytestverfahren bestätigt. Ein Video-Clip veranschaulichte den Teilnehmern dies in beeindruckender Weise. Die für den Outdoor-Bereich geforderte Permanenz des wasserabweisenden Effektes wird durch zeroF® nachhaltig erreicht, so Ralf Kattanek.

Die Teilnehmer nutzten abschließend die Gelegenheit und stellten den Referenten in der Diskussion fachlich vertiefende Fragen zu ihren Themen.


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