Strategie 2020 | CHT zieht positive Halbzeitbilanz und stellt die Weichen für eine erfolgreiche weitere Umsetzung der Strategie

  • Positive Umsatzentwicklung setzt sich 2018 auch in schwierigem Marktumfeld fort

  • Währungseffekte und höhere Rohstoffkosten belasten das Ergebnis

  • Strategische Zukäufe in den Bereichen Papierchemie und Silikonspezialitäten entwickeln sich erwartungsgemäß positiv

  • Investition in die Zukunft – weiterhin hohes CHT Engagement in Sachen Nachhaltigkeit

 

 

Das Geschäftsjahr 2017 wurde zum fünften Mal in Folge mit einem Umsatzrekord abgeschlossen und dies obwohl die Erwartungen aufgrund von negativen Währungseinflüssen nicht vollständig erfüllt werden konnten. Mit einem Umsatz von 456 Mio. EUR wurde der Wert aus dem Jahr 2016 konzernweit um 9% übertroffen.

Die marktseitigen Herausforderungen im globalen Wettbewerbsumfeld sind im Jahr 2018 nicht weniger geworden. Die CHT Gruppe hat sich jedoch an das schwieriger gewordene Marktumfeld und die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in Großbritannien, China, in der Türkei und in Teilen von Lateinamerika angepasst.

Für 2018 erwartet die CHT (inklusive der ICM Silicones Group) ein weiteres Umsatzwachstum von rund 13%. Gegenüber Vorjahr geht man von einem verbesserten EBIT aus, dieser bleibt jedoch voraussichtlich erneut leicht hinter den Erwartungen zurück.

„Aufgrund deutlich gestiegener Rohstoffkosten und der Verknappung einiger Rohstoffe ist die Marktbearbeitung für uns nicht einfacher geworden“, so Dr. Frank Naumann, CEO der CHT Gruppe. „Allerdings haben wir uns auf die schwierigen Marktbedingungen und die negativen Währungseffekte eingestellt. Aktuell lässt sich nicht mit 100%iger Sicherheit vorhersagen, wie sich dies auf unsere Ergebnisentwicklung in 2018 letztendlich auswirken wird.“

Für den CEO gab es in diesem Jahr noch weitere wichtige Themen, er und seine Kollegen in der Geschäftsführung haben sich kritisch mit dem Halbzeitergebnis der Agenda 2020 auseinandergesetzt. 2015 hat sich die CHT Gruppe durchaus ambitionierte Ziele gesetzt. Neben einem organischen Umsatzwachstum auf 500 Mio. EUR bis 2020 ging es darum technologische und marktseitige „White Spots“ zu schließen. Darüber hinaus möchte die CHT für ihre Kunden nicht nur die Nummer 1 unter den Lieferanten sein, sondern die führende Referenz für nachhaltige chemische Lösungen.

Gerade auf diesem Gebiet hat sich die CHT vor allem in ihrem traditionellen Geschäftsfeld, den Textilchemikalien in den vergangenen Jahren zum „Front Runner“ entwickelt. Dies lässt sich durch eine hohe Zahl von ökologisch zertifizierten Produkt- und Prozesslösungen belegen.

Darüber hinaus hat man sich in der CHT eigene Nachhaltigkeitsziele gesetzt, die über die gesetzlichen Anforderungen deutlich hinaus gehen. Im Jahr 2018 wurde das Engagement der CHT mit dem Sieg im nationalen Responsible Care Wettbewerb des Branchenverbandes VCI honoriert.

Die CHT hat sich entschieden, kritische chemische Rohstoffe, wie zum Beispiel Fluorcarbone und Formaldehyde, aus ihrem Gebrauch zu eliminieren. Was 2015 in Form eines Projektes begann, ist heute Teil der normalen Prozesse im Unternehmen. Seit dem Projektbeginn hat die CHT einen großen Teil, der als kritisch eingestuften Rohstoffe aus ihren Verfahren und Produkten eliminiert. Seit Ende 2017 werden keine C8 basierten Fluorcarbone mehr verkauft. Auch die Palette der formaldehydfreien Produkte wächst nahezu täglich. Darüber hinaus wurden 2017 aufgrund einer Investition in moderne Destillationsanlagen bereits mehr als 3.000 Tonnen an Silikonprodukten ohne kritische Nebenprodukte verkauft.

Selbst bei einem Global Player, wie der CHT gibt es sogenannte „White Spots“ in der Marktbearbeitung. Ein weiteres Element der Strategie 2020 ist es, solche zu identifizieren und zu erschließen. Mit dem Erwerb der ICM Silicones Group im letzten Jahr wurde der White Spot USA erfolgreich angegangen. Neben den USA wurden in den vergangenen beiden Jahren die Markterschließung in Zentralafrika und Zentralamerika erfolgreich in Angriff genommen.

Mit der Akquisition der ICM Silicones Group hat die CHT im letzten Jahr die größte Akquisition der Unternehmensgeschichte erfolgreich durchgeführt. Ein Jahr später ist der CEO, Dr. Frank Naumann, noch immer der gleichen Überzeugung, wie vor einem Jahr. Diese Transaktion hat nicht nur zu einer signifikanten Steigerung unseres bestehenden Silikongeschäftes geführt, sondern hat zudem unser Know-how perfekt ergänzt und uns vor allem den Zugang zu neuen attraktiven Marktsegmenten ermöglicht. Wir haben im Silikonmarkt nun deutlich mehr Power und werden als Anbieter wesentlich stärker wahrgenommen.“

Die Integration der neuen Unternehmensgruppe in die CHT verläuft nach Plan. Besonders stolz ist man in Tübingen darauf, dass die Arbeit in vielen internationalen Expertenteams überaus reibungslos und erfolgreich verläuft. Bekannterweise scheitern die meisten Akquisitionen im Integrationsprozess, dass dies in Tübingen nicht der Fall ist, zeigen vor allem die guten Umsatzentwicklungen im Bereich der Silikone und das obwohl gerade diese Produktgruppe seit Mitte 2017 von Rohstoffpreiserhöhungen und Rohstoffverknappungen in besonderem Masse betroffen ist.

Die beachtliche Halbzeitbilanz der Agenda 2020 hat die Geschäftsführung allerdings nicht alleine gezogen. Man hat sich Mitte des Jahres mit rund 100 Führungskräften der Unternehmensgruppe aus aller Welt zum ersten „All Hands Meeting“ in Lissabon getroffen. Gemeinsam wurde in einer 2-tägigen Klausur das Erreichte bilanziert, aber auch die Weichen gestellt, um die zweite Hälfte der Agenda 2020 erfolgreich weiter zu gestalten.

„Spannende Aufgaben gibt es noch reichlich“, freut sich Axel Breitling. Er ist der neue CFO der CHT Gruppe und seit dem 1. September 2018 an Bord. Axel Breitling hat sich mit seinem Team in den Bereichen Finanzwesen, Administration, IT und Human Ressources viel vorgenommen. „Ich freue mich darauf, die Unternehmensgruppe mit den Themen wie Digitalisierung, Diversity und Finance 2020 zukunftsgerichtet und nachhaltig weiterzuentwickeln“, so Axel Breitling.

 

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UnternehmenPressemitteilung | Agenda 2020 HalbzeitberichtPress release | Agenda 2020 halftime reportDokument25.10.2018

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