CHT R. Beitlich GmbH probt den Ernstfall im Werk Oyten

Am 09. November 2016 wurde auf dem Werksgelände der CHT R. Beitlich GmbH in Oyten eine Betriebsstörung initiiert, um die im Krisenfall notwendigen Abläufe und Maßnahmen zu trainieren sowie technische Meldeanlagen umfassenden Funktionstests zu unterziehen.

Ziel der Übung war auch, die Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Feuerwehren und dem Unternehmen zu üben und den Mitgliedern der örtlichen Feuerwehr die Möglichkeit zu geben, die Gegebenheiten am Standort besser kennen zu lernen, um so im etwaigen Ernstfall ideal vorbereitet zu sein.

Um einen möglichst realitätsnahen Ablauf zu gewährleisten, war die Übungssituation im Vorfeld weder der örtlichen Feuerwehr noch dem CHT Krisenstab bekannt, so dass alle Beteiligten zunächst von einer echten Betriebsstörung ausgingen.

Gegen 19:30 wurde ein  Chemieunfall im Werk simuliert, bei dem es um ein beschädigtes Gebinde mit einer entzündlichen Flüssigkeit im Bereich der Silikonproduktion handelte. Das Behältnis wurde durch ein Flurförderfahrzeug beschädigt und lief aus. Im angenommenen Szenario wurde von einer ausgelaufenen Chemikalienmenge von rund 100 Liter brennbarer Flüssigkeit ausgegangen.

Der vom Vorfall betroffene Unternehmensbereich ist mit modernsten Messgeräten zur Überwachung hinsichtlich explosionsfähiger Atmosphäre ausgestattet. Diese Messgeräte warnen die Mitarbeiter bereits beim Auftreten geringster Gefahren, so dass entsprechend rasch Maßnahmen ergriffen werden und die Mitarbeiter das Gebäude sicher verlassen können.

Nach der Durchführung erster Sofortmaßnahmen durch die anwesenden Mitarbeiter, wurde die Feuerwehr über die Brandmeldeanlage (BMA) alarmiert. Bei einer Auslösung der BMA werden durch die Rettungsleitstelle Verden unverzüglich die Feuerwehren Oyten und Bassen informiert. Außerdem werden automatisch der firmeneigene Sicherheitsdienst und ein Krisenstab hinzugezogen, der innerhalb kürzester Zeit zusammentritt. Im aktuellen Szenario stellten die Feuerwehren vor Ort zunächst den Brandschutz sicher und begannen dann unverzüglich mit der Bergung des auslaufenden Fasses.

Die CHT R. Beitlich GmbH hält für den Ernstfall an allen produzierenden Standorten einen ausgebildeten und fachkundigen Krisenstab bereit der von Mitgliedern der innerbetrieblichen Brandschutzgruppe unterstützt wird. Dieser stellt allen Beteiligten die im Ernstfall benötigten Informationen und Materialien zur Verfügung und koordiniert die organisatorischen Abläufe. Im realen Krisenfall wird zusätzlich noch ein Kommunikationsprozess gestartet, der je nach Tragweite des Zwischenfalls eine umfassende und zeitnahe und Information der Öffentlichkeit, insbesondere der Anwohner, beinhaltet.


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